
Ist die Heizung auf die höchste Stufe eingestellt, aber es ist immer noch kühl in Ihrer Wohnung? Dann bezahlen Sie für Wärme, die direkt durch Wände und Ritzen entweicht. Glücklicherweise muss die Nachhaltigkeitsoptimierung einer Eigentümergemeinschaft (VvE) nicht unbedingt mit einem komplexen und kostspieligen Projekt beginnen. Die ersten, intelligentesten Schritte sind überraschend einfach und bilden den perfekten Start für Ihren Nachhaltigkeitsplan.
Der Weg zu einer niedrigeren Energierechnung und mehr Wohnkomfort beginnt damit, die größten und einfachsten Ursachen für Energieverschwendung anzugehen. Hier sind drei konkrete Maßnahmen, die Sie bei der nächsten Eigentümerversammlung sofort vorschlagen können:
Diese kleinen Maßnahmen wirken sich direkt auf die Betriebskosten aus. Wenn die Eigentümergemeinschaft beispielsweise 40 alte 35-W-Halogenstrahler in den Fluren durch 5-W-LED-Strahler ersetzt, sparen Sie sofort über 85 % dieser spezifischen Stromkosten. Dies ist ein konkreter Tipp, mit dem Sie das Gespräch beginnen können, noch bevor die höheren Kosten für die Isolierung zur Sprache kommen.
Der klügste Schritt ist nicht, sofort ein teures neues System zu kaufen. Es beginnt mit der „Wintermantel-Regel”: Sorgen Sie zunächst dafür, dass die von Ihnen erzeugte Wärme nicht sofort entweicht. Denken Sie an eine Thermoskanne: Sie hält den Kaffee warm, weil sie gut isoliert ist, nicht weil sie den Kaffee ständig wieder aufwärmt. Dies ist der effektivste Weg, um die Energiekosten zu senken und die Energieeffizienzklasse der Wohnungen zu verbessern.
Diese Reihenfolge ist für die Zukunft entscheidend. Eine Wärmepumpe arbeitet beispielsweise nur dann wirklich effizient, wenn das Gebäude gut „isoliert” ist. Andernfalls muss das Gerät unnötig hart arbeiten, um Wärmeverluste auszugleichen, was eine Verschwendung der Investition darstellt. Die Isolierung ist die wesentliche Grundlage für alle weiteren Schritte.
In der Praxis entweicht Wärme vor allem über drei große Übeltäter: das Dach (Wärme steigt nach oben), die Fassaden und die Fenster. Dies sind die Schwachstellen, an denen Ihre Heizkosten buchstäblich nach draußen entweichen. Die Frage ist nicht, ob Sie isolieren sollten, sondern wo Sie den größten Gewinn erzielen.
Viele nach 1920 erbaute Wohnkomplexe verfügen über einen „Hohlraum“: einen leeren Raum zwischen der Innen- und Außenwand. Bei der Hohlwanddämmung wird dieser Raum mit Dämmmaterial gefüllt. Es handelt sich um eine relativ schnelle und kostengünstige Maßnahme, die das gesamte Gebäude spürbar wärmer und komfortabler macht. Stellen Sie sich das wie eine eingebaute Decke vor, die die Heizkosten für alle senkt.
Kältezug an den Fenstern ist eine weitere häufig gehörte Beschwerde. Während alte Doppelverglasungen noch viel Wärme durchlassen, verfügt modernes HR++-Glas über eine unsichtbare Beschichtung, die Wärme reflektiert und im Raum hält. Der Unterschied ist sofort spürbar: kein Zug mehr, wenn man am Fenster sitzt. Für die meisten Wohnungseigentümergemeinschaften ist der Wechsel von alter Doppelverglasung zu HR++ die kostengünstigste Wahl für mehr Komfort.
Da Wärme nach oben steigt, ist das Dach oft der Ort, an dem die meiste Energie entweicht. Eine Dachisolierung ist daher fast immer die rentabelste Investition für das gesamte Gebäude. Sie erhöht nicht nur den Komfort für die Bewohner der obersten Etage (kühler im Sommer!), sondern senkt auch die gemeinsamen Energiekosten erheblich.
Wenn die „Winterjacke” des Gebäudes in Ordnung ist, bietet das gemeinsame Dach eine einmalige Gelegenheit: kollektive Sonnenkollektoren. Der von diesen Kollektoren erzeugte Strom kann direkt für die Gemeinschaftsräume wie Aufzug, Treppenhausbeleuchtung und mechanische Belüftung genutzt werden. Dies senkt die kollektive Energierechnung der Eigentümergemeinschaft, was zu niedrigeren Nebenkosten für jeden Eigentümer führt.
Für die Beheizung des gesamten Gebäudes gibt es einen ähnlichen Schritt in Richtung Zukunft: die kollektive Wärmepumpe. Dieses System ersetzt den zentralen Gaskessel und funktioniert wie ein Kühlschrank in umgekehrter Richtung: Es entzieht der Außenluft oder dem Boden auf intelligente Weise Wärme. Es handelt sich um eine effiziente, gasfreie Lösung, die den Komplex auf eine nachhaltige Zukunft vorbereitet.
Eine gute Idee ist das eine, aber wie bekommt man die Eigentümergemeinschaft mit ins Boot? Ein klarer Stufenplan ist unerlässlich, um Ihre Nachbarn zu überzeugen:
Der Kern dieses Prozesses ist der DMJOP. Stellen Sie sich diesen als eine intelligente Version des Standard-Wartungsplans vor. Dabei werden nicht nur notwendige Reparaturen berücksichtigt, sondern auch energiesparende Maßnahmen zu logischen, kosteneffizienten Zeitpunkten eingeplant (z. B. Isolierung, wenn ohnehin Gerüste für Malerarbeiten aufgestellt sind).
Glücklicherweise muss die Eigentümergemeinschaft die finanziellen Belastungen nicht alleine tragen. Für Maßnahmen wie Isolierung und Wärmepumpen gibt es die landesweite ISDE-Förderung. Für den verbleibenden Betrag kann die Eigentümergemeinschaft den Energiespar-Kredit für Eigentümergemeinschaften beantragen: ein Darlehen mit einem günstigen Zinssatz, das speziell dafür gedacht ist, Nachhaltigkeit bezahlbar zu machen.
Während Nachhaltigkeit einst wie ein unüberwindbarer Berg erschien, gibt es nun einen klaren Weg. Sie kennen die intelligente Reihenfolge: Beginnen Sie mit den schnellen Erfolgen, kümmern Sie sich dann um die „Winterjacke” mit Isolierung und entscheiden Sie sich erst danach für große Anlagen wie Sonnenkollektoren.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, Ihre Nachbarn zu überzeugen. Am besten sprechen Sie zunächst über Komfort und Kosten und nicht nur über das Klima. Sprechen Sie über niedrigere, vorhersehbare Energiekosten und das Ende der lästigen Zugluft. So wird es zu einem attraktiven gemeinsamen Ziel.
Fangen Sie noch heute an. Leiten Sie diesen Artikel an einen Nachbarn weiter, dem Sie vertrauen, und fragen Sie ihn, ob Sie gemeinsam die Einsparungen durch LED-Beleuchtung für das nächste Treffen untersuchen können. Ein kleines Gespräch ist der erste Schritt zu einem großen Ergebnis.

Wohnungen mit dem Energieeffizienzlabel F gehören zu den energieintensivsten Wohnungen in den Niederlanden. Es ist das zweit schlechteste Energieeffizienzlabel, direkt über dem Energieeffizienzlabel G. Diese Labels werden aufgrund des sehr hohen Energieverbrauchs und der damit verbundenen unnötig hohen Energiekosten oft mit Orange und Rot gekennzeichnet.
Darüber hinaus führt ein ungünstiges Energieeffizienzlabel in der Regel zu einem geringeren Immobilienwert und einem langsameren Verkauf. Renewable Partners erklärt, was genau ein F-Label bedeutet, welche Bedingungen gelten und wie Sie Ihre Immobilie auf intelligente und erschwingliche Weise nachhaltiger gestalten können.

Erfahrungen aus der Praxis – zuverlässige Energiekompetenz und ergebnisorientierte Zusammenarbeit
Für Wohnungsbaugesellschaften, Investoren, Kommunen und alle, die ihre Immobilien nachhaltiger gestalten möchten.
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